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19. März 2015

Throwback Thursday: Letzte Eindrücke "Good Bye Tokio (Akihabara)" (02/08/12)

Hallo meine Lieben,

es ist wieder Throwback Thursday und so langsam bin ich auf dem Weg, meine Thowback Thursday Reihe mit Japan zu beenden. Dieser Beitrag und auch die folgenden handeln von meinen letzten Tage in Japan, mit letzten Treffen, letzten Erlebnissen, letzten Eindrücken und ganz vielen Abschieden :'(

In meiner letzten Woche in Japan ging es noch einmal nach Tokio. Akihabara kennt ihr ja bereits, wenn ihr meinen Blog verfolgt hat. Für alle, die meinen Postings zuvor nicht gelesen haben:
Akihabara ist ein Stadtteil Tokios, nördlich gelegen. Es ist der Eletronik-District und der Treffpunkt für alle Otakus. Mit Spielhallen, Maid-Cafés und zahlreichen Second-Hand Läden für Spiele, Figuren und vieles mehr.

Ich möchte euch heute nochmal ein paar Eindrücke vermitteln und die letzten Erinnerungen wieder aufleben lassen. Also taucht ein in die Eletronic Town von Tokio :)












Die Geschmacksrichtung im Sommer 2012 war Salz (und Tomate). Hier konnte ich eine Kombination von Pepsi ergattern: Salzige Wassermelone. Hat in erster Linie nach diesem typisch künstlichem Wassermelonen Geschmack geschmeckt, mit einem Hauch Salz im Abgang.




Das war ein kurzer abschließender Ausflug in die bunte Welt von Anime, Manga und Gaming. Ich liebe diesen Stadtteil, da man dort immer wunderbar in den Second Hand-Läden stöbern konnte und dabei echt gute Schnäppchen gefunden hat. Das war mein letzter Besuch in Tokio. Somit hieß es an diesem Tag "Good Bye" :'(






5. März 2015

Throwback Thursday: Japans Süden Part 4 - Hiroshima (25/07/12 - 28/07/12)

Hallo ihr Lieben,

dieser Beitrag sollte eigentlich der letzte in meiner Reihe "Japans Süden" werden. Jedoch hab ich mich dazu entschieden euch noch etwas aus dem Friedenspark in Hiroshima zu zeigen. 
Das hier liegt mir besonders am Herzen, da es emotional und vom mitreißenden Aspekt der Höhepunkt in Hiroshima und seiner traurigen Vergangenheit war.
Ich zeige Euch noch Bilder zur "Hiroshima National Peace Memorial Hall for Atomic Bomb Victims". Es wird nur ein kurzer Beitrag, aber mir war es, wie bereits gesagt, besonders wichtig, euch das hier näher zu bringen.


Hiroshima National Peace Memorial Hall

Die Peace Memorial Hall soll dazu dienen sich an die Opfer der Atombombenanschläge in Hiroshima und Nagasaki zu erinnern. Das Gebäude selbst ist rund. Am Anfang sieht man oberhalb des Gebäudes eine Uhr, mit der berühmten Uhrzeit 8:15, als die Atombombe damals in Hiroshima einschlug. 


Uhren-Monument am Eingang

Dabei heißt es:

 "Betrauere die  Leben, die beim Atombombenanschlag verloren gegangen sind. 
Wir verpflichten uns, die wahrheit dieser Tragödie Japan und der ganzen Welt zu vermitteln. 
Gebe es weiter an die Zukunft, Lerne die Lehren der Vergangenheit und 
schaffe eine friedliche Welt, frei von nuklearen Waffen."




Zu Beginn tritt man eine kleine Zeitreise an, die einen von heute zurück in die Vergangenheit, bis hin zum 6. August 1945 bringt. Man läuft dabei wie durch einen Zeitstrudel rückwärts durch die zeit, bis man in der "Halle der Erinnerungen" landet. An dem Tag hatten wir Glück und waren dort alleine, wodurch die Atmosphäre besonders gut übermittelt wurde und durch die Stille dort sehr sehr bedrückend war. Die Halle ist ebenfalls rund. An den Wänden rundherum sieht man das Panorama Hiroshimas direkt nach dem Einschlag. Dabei besteht dieses Bild aus 140.000 einzelnen Mosaik-Stückchen, welche repräsentativ für die Opfer der Atombombe stehen, die bis Ende August verstorben sind. In der Mitte befindet sich ein Brunnen, welcher den Seelen der Opfer, die am Tag des Anschlags verdurstet sind, Wasser spenden soll.


Halle der Erinnerungen


Anschließend kann man in einer Datenbank sich über alle Opfer, die bis heute erfasst wurden informieren. Dabei gibt es immer noch viele Todesopfer, die nirgendwo registriert sind. Anhand dieser Datenbank bekommt das Ausmaß des Anschlags ein Gesicht und man kann sich ein Bild davon machen, welche Größenordnung dieser hatte. Ebenfalls ist es möglich sich Erlebnisberichte von Überlebenden anzuhören, anzusehen und darüber zu lesen.

Ich fand den Besuch der Memorial Hall auf der einen Seite sehr bedrückend und traurig, aber möchte dieses Erlebnis auch nicht missen. Ich kann nur jedem Japan-Reisenden empfehlen in Hiroshima dem Friedenspark und der Geschichte Hiroshimas etwas Zeit zu widmen. Es ist erschreckend, traurig, aber auch erstaunlich und sehr lehrreich.



Nächste Woche folgt dann nun der endgültig letzte Teil meiner Reise durch "Japans Süden". Es geht nach Nara, die Stadt mit dem größten sitzenden Buddha Japans.




20. Februar 2015

Throwback Thursday: Japans Süden Part 2 - Hiroshima (25/07/12 - 28/07/12)

Hallo meine Lieben,

es ist wieder Throwback Thursday und es geht weiter mit dem zweiten Teil von "Japans Süden". Heute geht es durch den Friedenspark in Hiroshima, mit seinen unzähligen Gedenkstatuen und in das dazugehörige Museum. Dieser Post wird etwas düster, da der Atombombenabwurf kein schönes Thema ist. Ich finde jedoch, dass die Japaner die Geschichte sehr gut erzählen und man durch die zahlreichen Exponate, zumindest anteilig, ein Gefühl für die Situation damals bekommt.


Übersicht Hiroshima Memorial Peace Park


Atombomben Dom

Atombomben Dom

Ich zeige Euch hier eine Auswahl der verschiedenen Denkmäler, die für die Opfer des Atombombenanschlags aufgestellt wurden:

Memorial Tower to Mobilized Students


Das Monument für die Atombombenopfer soll zeigen, wie schrecklich der Tod der Opfer war, die durch die Atombombenexplosion dahin geschmolzen sind. Dabei lag die Temperatur am Hypocenter (direkt unter der Explosion) 4.000°C und ungefähr 1.800°C 1000m entfernt vom Hypocenter. Diese Statue steht ungefähr 141m von dort entfernt, was das Grauen nochmal verdeutlichen soll.


Hiroshima Monument für die Atombombenopfer

Das Children's Peace Monument steht für die Kinder, die unter den Opfern des Anschlags waren. Die Statue zeigt ein Mädchen, das einen goldenen gefalteten Kranich über ihren Kopf hält. 



Children's Peace Monument 

Anschließend ging es in das Friedensmuseum. Dort wurde sehr bildhaft vermittelt, was damals im 2. Weltkrieg passiert ist. Während der Edo-Periode (1603-1867) war Hiroshima die führende Stadt in der Shugoku und Shikoku Region. Während der Meiji Ära (1868) wurde Hiroshima zur Hauptstadt der Hiroshima Präfektur. Während dieser Zeit entwickelte Hiroshima eine akademisches und auch militärische Seite. Mit der Entwicklung der Schwerindustrie in den 1920er Jahren nahm das Militär in der Stadt überhand, zur Herstellung militärischer Produkte. 

Im August 1942 startete die U.S. Regierung das geheime "Manhattan-Projekt" zur Entwicklung einer Atombombe. Dabei sollte Japan möglichst schnell zur Kapitulation gebracht werden, um den Krieg zu beenden. Damals waren noch viele asiatische Gebiete durch Japan besetzt und die U.S. Regierung wollte ihre Soldaten-Opfer bei einer Landung in den Gebieten gering halten und zusätzlich vermeiden, dass die Sowjetunion Forderungen an Gebiete stellt.

Am 6. August 1942, genau um 8:15 Uhr am Morgen wurde die erste Atombombe in der Geschichte der Menschheit über Hiroshima abgeworfen. Dabei sind 92.000 Menschen sofort getötet worden. Bis Ende 1945 starben weiterer 130.000 Menschen an den Folgeschäden der Strahlung. 


Armbanduhr eines Atombomben-Opfers, welche genau um 8:15 stehen geblieben ist 

Hiroshima vor dem Anschlag

Hiroshima nach dem Anschlag

Punkt, an dem die Atombombe über Hiroshima explodiert ist

Eine weitere Uhr, die während des Atombombenanschlags stehen geblieben ist.

Sadoko's Geschichte ist sehr rührend. Sie war 2 Jahre alt, als die Atombombe über Hiroshima explodierte. Mit 10 Jahren erkrankte Sie an Leukämie, als Folge des Anschlags. Sie wurde, aufgrund von schweren Schmerzen im Krankenhaus behandelt. Dabei hoffte Sie jeden Tag wieder gesund zu werden und faltete unzählige Kraniche. Sie hat sich immer wieder gesagt, wenn Sie 1000 Kraniche Faltet wird Sie wieder gesund. Am Ende wurden es mehr am 1000 Kraniche, doch Sadoko erlag der Krankheit. 

Sadoko's Kraniche

Es wurden auch Gegenstände, wie Bentoboxen mit verkohltem Essen, Kleidung oder auch Fingernägel ausgestellt. Es wurde ein Stück Mauer ausgestellt, wo man noch den Schatten der person sehen konnte, die quasi von der Atombombe weggefegt wurde. Und es wurde über Strahlung und ihre Folgen aufgeklärt. Manche Dinge waren sehr makaber, aber ich denke, dass die Japaner nur zeigen wollen, was so eine Atombombe anrichten kann. 


Das wohl bekannteste Denkmal im Friedenspark ist der Kenotaph in der Mitte des Parks. Diese wurde so errichtet, dass er auf einer Höhe mit dem Atombomben Dome steht. Jedes Jahr, am 6. August findet hier die Gedenkfeier für die Atombombenopfer statt. 









Nachdem ich diese Tour durch den Park und das Museum gemacht habe, waren die Debatten nach dem Unglück in Hiroshima sowohl in Europa, als auch in Japan bezüglich Atomenergie sehr groß. In Japan ist es weiterhin ein großes Thema. Und nachdem man diese Bilder gesehen hat, habe ich erst recht nicht verstanden, wie die japanische Regierung, die die schlimmen Folgen am eigenen Leib erlebt hat und erlebt, als auch Europa, so die Augen vor der Gefahr der Atomenergie verschließen kann. 


Wie denkt Ihr darüber? Atomenergie ja, denn das hat ja nichts mit Atombomben zu tun oder Atomenergie nein, denn es ist beides schlimm?






29. Januar 2015

Throwback Thursday - Kawasaki (22/07/12)


Hallo meine Lieben!

Heute entführe ich Euch in einen weiteren Teil des Ballungsraums Tokio. Es geht nach Kawasaki. Die Stadt liegt zwischen Tokio und Yokohama und ist ca. 1 Stunde mit der Bahn von Yatsuka entfernt. Es war mal als kleiner Zusatzpost angedacht und ich mache daraus einen weiteren Beitrag zur Sparte "Throwback Thursday" :-)

Ziel des kleinen Ausflugs war das Open Air Folk House Museum (Nihon Minka-en).

Yatsuka (A), Kawasaki (B), Yokohama (C)
Folk House, was ist das eigentlich? Folk Houses bzw. Minka sind traditionelle Farm Häuser deren Innenleben sowohl als Aufenthaltsräume, als auch als Schlaf- Koch- oder Wohngelegenheit genutzt wurde. Also eigentlich als Allround Haus für alles.

Im Museum selbst wurden Folk Houses aus ganz Japan abgebaut und dort wieder aufgebaut. Dabei durfte man selbst jedes der 20 Exemplare im Museum erkunden und bewandern. Das Museum selbst wirkte dabei wie ein kleines Dorf, welches auf einem Berg liegt.

Hier ein paar Eindrücke :-)

Route Nihon Minka-en
Folkhouse
Kochstelle eines Folkhouses

Anschließend ging es noch zum Kawasaki Daishi, einem großen Tempel in Kawasaki, wo ein Sommerfest stattfand.

Eingang Richtung Tempel

Traditionelle Bonbons
Traditionelle Bonbons und Tracht
Straße zum Kawasaki Daishi
Kawasaki Daishi
Kawasaki Daishi


Ich hoffe Euch hat der kleine Ausflug gefallen. Kawasaki kann man sich wirklich innerhalb eines Tagesausflugs anschauen, wenn man im Raum Tokio unterwegs ist. ;-)